Making Sense

Unlike my digital illustrations, my collages are not planned in advance, but are created intuitively in an open process. In my illos, I know in advance what statement I want to make and consciously choose a visual strategy for it. That’s not the case with my collages. I allow my unconscious to do whatever it wants and the image content is created on the way. In order not to get lost in the thicket of arbitrariness, I give myself formal brackets, within which I let the pictures emerge.

In the series “Making Sense” the formal brackets were material and technique. I chose well-known phrases, of which I deleted a part each. Thus, the slightly overused sense is lost and the orphaned phrase can actively seek a new meaning in cooperation with the viewer. The images were created as digital collages of historical anatomical illustrations in free association with the fragmented phrases.I did not allow myself to manipulate the picture elements differently than by pure scaling. Due to the execution in two-tone screen printing technology, halftones and gradients also were not possible.

Meine Collagen werden im Gegensatz zu meinen digitalen Illustrationen nicht vorher geplant sondern entstehen intuitiv in einem offenen Prozess. Bei meinen Illus weiß ich vorher, welche Aussage ich machen möchte und wähle bewusst eine visuelle Strategien dafür. Bei meinen Collagen ist das nicht der Fall. Ich erlaube meinem Unbewussten zu treiben, was es will und der Bildinhalt entsteht unterwegs. Um nicht im Dickicht der Beliebigkeit verloren zu gehen, gebe ich mir eine formale Klammer, innerhalb der ich die Bilder entstehen lassen.

Bei der Serie „Making Sense“ war die formale Klammer das Material und die Technik. Ich wählte bekannte Sinnsprüche, von denen ich jeweils einen Satzteil abschnitt. So geht der etwas überstrapazierte Sinn verloren und der verwaiste Satzteil kann sich in Zusammenarbeit mit der BetrachterIn aktiv einen neuen Sinn suchen. Die Bilder entstanden als digitale Collagen alter anatomischer Illustrationen in freier Assoziation zu den Sinnspruchfragmenten.

Ich erlaubte mir nicht, die Bildelemente anders zu manipulieren als durch reines skalieren. Durch die Ausführung in zweifarbiger Siebdrucktechnik waren auch Halbtöne und Verläufe nicht möglich.

Hier manipuliert eine großer Muskelmann zwei kleinere, ihm selbst relativ ähnliche, aber kleinere und beschämt wirkende Figuren. Die gute alte Dreieckskomposition darf bei derart transzendenten Themen natürlich nicht fehlen. Ich bezweifle, dass selbst ein anthropomorph imaginierter Gott derartiges tut. Unlängst habe ich einen etwas aus der Mode gekommenen literarisches Namen für diesen Nicht-Gott entdeckt: Nobodaddy! Daher: Gott Does not.

Here a big strongman manipulates two relatively similar but smaller and shameful looking figures. Of course, the good old triangle composition can not be missed with such transcendent topics. I doubt that even an anthropomorphically imagined god does so. Recently I discovered a somewhat outdated literary name for this non-god: Nobodaddy! Therefore: God does not.

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